In ca. 70% aller deutschen Haushalte befinden sich Kupferleitungen, wodurch das meiste Kupfer in das Trinkwasser gelangt. Kupfer ist ein essenzielles Spurenelement für den Menschen. Es spielt u.a. eine große Rolle bei der Synthese von Hämoglobin. In der Leber befindet sich die größte Konzentration an Kupfer, gefolgt von bestimmten Bereichen des Zentralen Nervensystems.
Ein erwachsener Mensch hat einen täglichen Mindestbedarf von 20µg/kg, bei Säuglingen liegt er sogar bei 50µg/kg Körpergewicht. Bei zu hoher Kupferzufuhr wird besonders die Leber belastet. Bei einer deutlich erhöhten Zufuhr von Kupfer kommt es zu Vergiftungen. Sie machen sich durch Erbrechen, Bauchweh und Übelkeit bemerkbar. In Tests mit Freiwilligen wurde getestet, wie der Körper auf erhöhte Kupferzufuhr reagiert. Bei einer Konzentration ab 3 mg/l Kupfer machten sich die Symptome bemerkbar.
Der Grenzwert für Kupfer im
Trinkwasser, den die TrinkwV vorschreibt, liegt bei 2 mg/l. Er erscheint für Experten gesundheitlich duldbar und akzeptabel aus Sicht der gesundheitlichen Vorsorge.